VRR passt die Bildwiederholrate des Displays dynamisch an die Bildausgabe der GPU an und eliminiert so Tearing und Ruckeln. Ermöglicht flüssiges Gaming bei variablen Bildraten (z. B. 60–120 fps).
Das Problem, das VRR löst: Eine herkömmliche feste Bildwiederholrate (60 Hz) verlangt von der GPU exakt 60 fps. Gibt die GPU 45 fps aus (sie kommt nicht hinterher), erscheint ein Bild für zwei Wiederholzyklen → sichtbares Ruckeln. Gibt die GPU 75 fps aus (sie ist schnell), treffen manche Bilder zwischen den Aktualisierungen ein → Tearing (obere Hälfte altes Bild, untere Hälfte neues).
Die VRR-Lösung: Die Bildwiederholrate des Displays variiert. Gibt die GPU 45 fps aus, aktualisiert das Display mit 45 Hz. Gibt sie 80 fps aus, mit 80 Hz. Kein Missverhältnis, kein Tearing, kein Ruckeln.
VRR-Standards: FreeSync: AMDs offener Standard, am häufigsten auf Android/Monitoren. Typischer Bereich 30–240 Hz. G-Sync: NVIDIAs proprietärer Standard, am häufigsten auf PC-Gaming-Monitoren. Typisch 24–360 Hz. Adaptive Sync: Oberbegriff, unterstützt auf OLED-Smartphones (Bereich 120–144 Hz).
Nutzen: Eine flüssige Kurve (ohne Ruckler) ist merklich besser als feste 30 fps. Spielt eine große Rolle für den Spielkomfort.
Voraussetzungen: Das Display muss VRR unterstützen, Spiel/GPU müssen variable fps ausgeben (in modernen Spielen meist automatisch). Eingabelatenz: VRR kann gegenüber herkömmlicher Synchronisation 1–3 ms hinzufügen.
Grenzen: VRR funktioniert nur innerhalb des Wiederholbereichs des Displays. Gibt die GPU 20 fps aus und das Minimum des Displays liegt bei 30 Hz, ruckelt es weiterhin. Gibt die GPU 200 fps aus, das Display-Maximum liegt aber bei 144 Hz, kehrt Tearing zurück (V-Sync nötig).
Gaming-Monitore (144 Hz+ mit FreeSync/G-Sync) sind sehr empfehlenswert. Smartphone-Gaming profitiert von OLEDs LTPO-Adaptivität (Bereich 1–120 Hz), ist aber weniger kritisch, da Smartphones meist 60 fps anpeilen.
Kaufrelevanz: Für PC-Gaming ist G-Sync oder FreeSync am Monitor sehr lohnend. Für Konsolen-Gaming prüfen, ob Ihr TV VRR unterstützt (die meisten ab 2023 tun es).