Dolby Vision ist ein erweitertes HDR-Format, das dynamische Metadaten nutzt, um Helligkeit, Kontrast und Farbe szenenweise zu optimieren. Dem statischen HDR10 überlegen, erfordert aber kompatible Hardware.
Technische Daten von Dolby Vision: 12 Bit Farbtiefe (4096 Stufen pro Kanal vs. 10 Bit bei HDR10), dynamische Metadaten pro Bild (vs. statisch pro Titel bei HDR10), Unterstützung von bis zu 4000 Nits Spitzenhelligkeit im Mastering (Kino).
Funktionsweise: Der Content-Ersteller (Kameramann, Colorist) mastert Dolby Vision mit Tone-Mapping-Anweisungen für jedes Bild. Die Metadaten teilen kompatiblen Displays genau mit, wie hell/dunkel/gesättigt jede Szene wiederzugeben ist. Auf Nicht-Dolby-Displays werden die Metadaten ignoriert; die Datei fällt auf statisches HDR10 zurück.
Geräte mit Dolby-Vision-Wiedergabe: iPhone 14 Pro+, Samsung Galaxy S24 Ultra, LG-OLED-Fernseher, Apple TV 4K, ausgewählte Xiaomi-Flaggschiffe. Bemerkenswert fehlend: die meisten Laptops, Android-Tablets, Spielkonsolen (PS5, Xbox Series X unterstützen es nicht).
Inhaltsverfügbarkeit: Apple TV+ (die meisten Originalserien), Netflix (wachsende Bibliothek), Disney+, Amazon Prime Video (ausgewählt) und UHD-Blu-ray-Discs.
Nachteil: Dolby-Vision-Lizenzgebühren, Encoding-Komplexität und eingeschränkte Geräteunterstützung begrenzen die Verbreitung gegenüber HDR10. Die Kosten für Filmemacher liegen 2–3× höher als bei HDR10.
Fürs typische Sehen: HDR10 auf einem guten OLED-TV sieht fast so gut aus wie Dolby Vision. Dolby Vision glänzt auf absoluten Flaggschiffen (iPhone 15 Pro Max, Samsung-S24-Ultra-Displays), wo die zusätzliche Metadaten-Präzision sichtbar wird.