VRAM (Video-RAM) ist dedizierter Speicher an einer GPU, der Texturen, Framebuffer und Zwischenergebnisse hält. Mehr VRAM ermöglicht höher aufgelöste Texturen und größere Szenen in Spielen.
VRAM-Spezifikationen und Einsatzfälle: 2–4 GB: 1080p-Gaming, einfache Videobearbeitung, integrierte GPUs. 6–8 GB: 1440p-Gaming, 4K-Videobearbeitung, professionelle Rendering-Basis. 12–16 GB: 4K-Gaming, anspruchsvolle 3D-Arbeit, Feintuning von Machine-Learning-Modellen. 24+ GB: 8K-Videobearbeitung, Inferenz großer Sprachmodelle, wissenschaftliches Rechnen.
Unterschied zum System-RAM: VRAM liegt physisch nah an der GPU (Direktverbindung über PCIe oder integrierten Kanal), daher sind Datentransfers sehr schnell. VRAM ist getrennt vom CPU-RAM; Daten müssen explizit zwischen beiden übertragen werden.
GPU-Speichertechnologie: GDDR6X (Consumer-Gaming-Karten, hohe Bandbreite, höhere Latenz), HBM2e (Profikarten, extreme Bandbreite, Latenz weniger kritisch), LPDDR5X (integrierte mobile GPUs, energieeffizient). AMD-Radeon- und NVIDIA-GeForce-Karten nutzen GDDR; Profikarten (RTX Quadro, AMD Radeon PRO) nutzen das bandbreitenstärkere HBM.
VRAM-Knappheit verursacht Ruckler und Abstürze — die GPU muss Daten in den langsameren System-RAM auslagern. Fürs Gaming oder KI-Arbeit ist VRAM oft der limitierende Faktor, nicht die GPU-Rechenleistung selbst.