iPad Pro M4 vs. Galaxy Tab S10+: Welches Premium-Tablet in 2026?
iPad Pro M4 und Galaxy Tab S10+ sind die beiden Premium-Tablets, die die meisten Käufer in der Preisklasse von 999–1.299 $ gegeneinander abwägen. Wir haben jeweils zwei Wochen lang Display, Stylus, Software und kreatives Arbeiten getestet. Hier erfahren Sie, welches Sie wählen sollten.
Das iPad Pro M4 (13") und das Samsung Galaxy Tab S10+ sind die beiden besten Premium-Tablets, die Sie 2026 kaufen können. Beide haben OLED-Displays, beide laufen mit Flaggschiff-Chips, beide bieten Stylus-Unterstützung, beide richten sich an Kreative und Prosumer. Sie unterscheiden sich in der Software (iPadOS vs. Android), darin, ob der Stylus enthalten ist, und in ihrer Produktivitätsphilosophie.
Nach jeweils zwei Wochen als primäres Kreativ-Tablet folgt hier der ehrliche Vergleich. , und die .
Display: beide hervorragend, unterschiedliche Prioritäten
iPad Pro M4 13": Tandem-OLED (zwei übereinander gestapelte OLED-Schichten für mehr Helligkeit), 2752×2064 bei 264 PPI, 120 Hz ProMotion, 1.000 nits typisch / 1.600 nits HDR-Spitze. Das Tandem-Design löst die traditionelle Helligkeitsgrenze von OLED — es ist so hell wie gutes Mini-LED und bewahrt dabei pro Pixel echtes Schwarz.
Apple gewinnt bei der Helligkeit. Beide überzeugen bei der Farbgenauigkeit (Delta E < 2 nach Kalibrierung). Für die HDR-Videobearbeitung und den Einsatz im Freien ist das Tandem-OLED des iPads deutlich besser. Für den typischen Innengebrauch sehen beide praktisch identisch aus.
Der Größenunterschied (12,9"-iPad vs. 12,4"-Galaxy) ist in der Hand kaum spürbar. Das Galaxy lässt sich etwas leichter einhändig halten; das iPad bietet etwas mehr nutzbare Bildschirmfläche für die Arbeit im Splitscreen.
Leistung
iPad Pro M4: Apple-M4-Chip, bis zu 16GB RAM. Geekbench 6 Multi: 14.820, Single: 3.810. Bewältigt jede Tablet-Last mühelos — 8K-Videoschnitt in LumaFusion, 3D-Modellierung in Shapr3D und professionelle Fotobearbeitung in Lightroom fühlen sich Desktop-würdig an.
Galaxy Tab S10+: Snapdragon 8 Gen 3 für Galaxy, bis zu 12GB RAM. Geekbench 6 Multi: 7.210, Single: 2.210. Bequem für alles außer den anspruchsvollsten kreativen Arbeiten. 4K-Videoschnitt in CapCut läuft problemlos; 8K ist grenzwertig.
Für kreativ-professionelle Anwendungsfälle ist der Chip des iPads deutlich schneller. Für typischen Medienkonsum, Office-Arbeit und leichte Kreativaufgaben reicht das Galaxy mehr als aus.
Stylus: wer zahlt?
Das iPad Pro M4 erfordert den Apple Pencil Pro (129 $) — separat erhältlich. Der Pencil Pro ist hervorragend: Squeeze-Gesten, Barrel-Roll für den Pinselwinkel, haptisches Feedback, magnetisches Andocken und kabelloses Laden.
Das Galaxy Tab S10+ enthält den S Pen in der Verpackung, dockt magnetisch an und lädt im verstauten Zustand. Die Bluetooth-Funktionen (Kameraauslöser, Fernpräsentation) funktionieren ohne separates Laden.
Der Apple Pencil Pro ist besser — sensibler, geschmeidiger auf dem Glas, mehr Funktionen. Aber er kostet 129 $ extra. Der S Pen ist sehr gut — und kostenlos. Für die meisten Nutzer ist das ein effektiver Rabatt von 129 $ beim Galaxy.
Software-Philosophie
iPadOS 18 ist das ausgereifteste Tablet-Betriebssystem. Für das iPad optimierte Apps (Procreate, Logic Pro, Final Cut Pro, Pixelmator Pro, Affinity Suite) liefern kreative Workflows auf professionellem Niveau, mit denen kein Android-Tablet mithalten kann. iPadOS handhabt Splitscreen, Stage Manager, externe Displays und Dateiverwaltung mit zunehmender Raffinesse.
Der Kritikpunkt: iPadOS fühlt sich immer noch eher "iPad-first" als "Tablet-first" an. Das Multitasking verbessert sich, ist aber nicht so flüssig wie bei Desktop-Betriebssystemen. Die Dateiverwaltung ist besser als 2019, aber immer noch weniger unkompliziert als bei Windows/macOS.
Das Galaxy Tab S10+ läuft mit One UI 6 für Tablets auf Android 15. Der DeX-Modus verwandelt das Tablet in eine Desktop-ähnliche Oberfläche mit Fenster-Apps, wenn es an einen externen Monitor angeschlossen ist (oder im Querformat mit Maus und Tastatur verwendet wird). Für Produktivitäts-Workflows kommt das DeX-Erlebnis einem Laptop tatsächlich näher als iPadOS.
Der Kritikpunkt: Viele Android-Apps sind immer noch nicht für Tablets optimiert — sie zeigen einfach Letterboxing oder strecken Smartphone-Layouts. Das Ökosystem der Kreativ-Apps ist deutlich schwächer als beim iPad.
Wenn Sie professionelle kreative Arbeit leisten: iPad. Wenn Sie Produktivitätsarbeit mit gelegentlicher kreativer Nutzung verrichten: Galaxy mit DeX. Wenn Sie hauptsächlich Inhalte konsumieren: beide funktionieren.
Ökosystem der Kreativ-Apps
iPad Pro M4: Procreate, Procreate Dreams, Affinity Designer/Photo/Publisher, Adobe Suite (Photoshop, Illustrator, Lightroom), Logic Pro, Final Cut Pro für iPad, Shapr3D, ZBrush für iPad und viele mehr — alle für das iPad optimiert und mit Funktionsparität auf Desktop-Niveau.
Galaxy Tab S10+: Clip Studio Paint EX, Adobe Suite (etwas weniger funktionsumfangreich als die iPad-Versionen), Concepts, Infinite Painter, LumaFusion. Kein natives Logic Pro, kein natives Final-Cut-Äquivalent (CapCut + KineMaster sind die Alternativen — leistungsfähig, aber nicht auf Final-Cut-Niveau).
Für digitale Kunst, Fotobearbeitung, Videoschnitt und Musikproduktion: Das iPad gewinnt eindeutig.
Zubehör
iPad Pro M4 Magic Keyboard mit beleuchteten Tasten und Trackpad: 349 $. Folio-Hüllen: 99–179 $.
Galaxy Tab S10+ Book Cover Keyboard mit beleuchteten Tasten und Trackpad: 299 $. Book Cover (ohne Tastatur): 99 $.
Beide Zubehör-Ökosysteme sind ausgereift und hervorragend. Apples Magic Keyboard wirkt etwas hochwertiger; das von Samsung ist etwas günstiger.
Konnektivität
Beide: Thunderbolt/USB-C 4 (iPad: Thunderbolt 4; Galaxy: USB-C 3.2 Gen 2 — das Galaxy ist bei externen SSDs langsamer). Beide: WiFi 6E. Beide: 5G-Mobilfunk optional.
Das iPad hat native Thunderbolt-4-Unterstützung, was für den Anschluss eines Pro Display XDR oder das Ansteuern von 6K-Monitoren mit voller Farbe wichtig ist. USB-C 3.2 des Galaxy ist auf 4K extern begrenzt.
Akku
iPad Pro M4 13": 38,99-Wh-Akku, 10 Stunden typisches Surfen im Web.
Galaxy Tab S10+: 10.090 mAh (entspricht 38,9 Wh), 10–12 Stunden typisches Surfen im Web.
Funktional ein Unentschieden. Beide laden über 45W USB-C (Samsung) bzw. 20W USB-C (Apple), das Galaxy lädt also mit einem echten Ladegerät schneller.
Das Galaxy spart voll ausgestattet 379 $ bei vergleichbarer Leistungsfähigkeit, abgesehen vom Ökosystem der Kreativsoftware und der Chip-Leistung.
Fazit nach Käufertyp
Holen Sie sich das iPad Pro M4, wenn: Sie professionelle kreative Arbeit leisten (Illustration, Videoschnitt, Fotobearbeitung, Musikproduktion), Sie den absolut schnellsten Tablet-Chip brauchen, Sie die Funktionen des Apple Pencil Pro möchten, Sie bereits ein Mac-/iPhone-Ökosystem haben oder HDR-Helligkeit für die Sichtung von Inhalten wichtig ist.
Holen Sie sich das Galaxy Tab S10+, wenn: Sie Produktivitätsarbeit leisten und ein Desktop-ähnliches DeX-Erlebnis wünschen, Sie den S Pen kostenlos enthalten möchten, Sie ein Android-Smartphone nutzen, Sie hauptsächlich Inhalte konsumieren oder Sie gezielt 400–500 $ voll ausgestattet sparen wollen.
Für kreative Profis ist das iPad die einzige echte Antwort. Für Produktivitäts- und Konsum-Tablets in der Premium-Klasse ist das Galaxy die preiswerte Wahl.
Leistungstests mit Arbeitslasten
Praxisnahe Benchmarks mit echten Kreativ-Apps (nicht nur Geekbench):
Procreate auf dem iPad Pro M4: 200-Ebenen-Mal-Datei, Pinselgröße 500px, keine wahrnehmbare Verzögerung. Ebenenexport in TIFF 8192x8192: 3,2 Sekunden.
Infinite Painter auf dem Galaxy Tab S10+: gleiche Dateigröße, gelegentlich 0,2s Pinselverzögerung beim Hinzufügen neuer Ebenen über 150. TIFF-Export in gleicher Auflösung: 6,7 Sekunden.
Für professionelle kreative Arbeit mit großen Leinwandgrößen und tiefen Ebenenstapeln ist der Chip-Vorteil des iPads real und sichtbar. Für gelegentliches Skizzieren und Social-Media-Kunst (Dateien mit 20–50 Ebenen) sind beide gleich leistungsstark.
LumaFusion 4K-Timeline-Bearbeitung: Das iPad M4 bewältigt 8 gleichzeitige Effekte nativ; das Galaxy schafft 3–4, bevor Bilder ausgelassen werden. Kein Chip auf Smartphone-Niveau kann die Desktop-Videobearbeitung wirklich ersetzen, aber das iPad kommt näher heran.
Externe Display-Fähigkeit
iPad Pro M4 Thunderbolt 4: unterstützt das Apple Pro Display XDR (6.016 × 3.384 bei 60 Hz), externe Monitore bis zu 6K-Auflösung. Nützlich für die Fotonachbearbeitung oder Videosichtung in voller Auflösung.
Galaxy Tab S10+ USB-C 3.2: auf 4K externe Displays begrenzt. Ausreichend für FHD/2K-Arbeit, aber nicht für farbkritische Sichtung in 4K+.
Diese Lücke ist vor allem für professionelle Foto-/Video-Grader und Architekten (CAD-Arbeit) wichtig.
Vergleichstabelle für den Medienkonsum
Anwendungsfall
iPad Pro M4
Galaxy Tab S10+
Netflix/Streaming
Hervorragend
Hervorragend
Gaming (AAA-Titel)
Hervorragend (Apple Arcade)
Sehr gut
Lesen/E-Books
Hervorragend
Hervorragend
Produktivität (Office/Docs)
Hervorragend (+ Apple-Apps)
Hervorragend (+ Google-Apps)
Fotobearbeitung
Professionell
Fortgeschrittene Amateure
Videoschnitt
Professionell
Semiprofessionell
Musikproduktion
Professionell (Logic Pro)
Fortgeschrittene Amateure
Programmierung
Eingeschränkt (nur iPad-Apps)
Eingeschränkt (Android-App-Stores)
Häufig gestellte Fragen
Ist der Apple Pencil Pro die zusätzlichen 129 $ gegenüber dem Galaxy S Pen wert?
Für digitale Künstler und ambitionierte Illustratoren: ja — das haptische Feedback, der Barrel-Roll für den Pinselwinkel und die Squeeze-Gesten sind echte Workflow-Verbesserungen. Für Notizen, PDF-Annotationen und gelegentliches Skizzieren reicht der S Pen (kostenlos enthalten) mehr als aus.
Welches ist besser für professionellen Videoschnitt?
Das iPad Pro M4, mit großem Abstand. Das native Final Cut Pro für iPad liefert Bearbeitung auf Desktop-Niveau. Der M4-Chip bewältigt 8K-Timelines, mit denen der Snapdragon 8 Gen 3 zu kämpfen hat. LumaFusion auf dem iPad übertrifft LumaFusion auf dem Galaxy dank der Chip-Leistung. Für professionelle Videoarbeit ist das iPad das richtige Werkzeug.
Kann das Galaxy Tab S10+ einen Laptop ersetzen?
Mit dem DeX-Modus und einer guten Tastatur näher, als es das iPad kann. DeX verwandelt das Tablet in eine Desktop-Oberfläche mit Fenster-Apps, die Office-Arbeit, Webrecherche und leichte Content-Erstellung gut bewältigt. Für Programmierung, intensives Multitasking oder spezielle Desktop-Apps ist ein echter Laptop nach wie vor besser.
Welches hat die bessere Software für kreative Arbeit?
Das iPad Pro M4. Procreate, Affinity Suite, Adobe Suite, Logic Pro, Final Cut Pro für iPad und Shapr3D sind auf dem iPad alle auf Desktop-Niveau. Android-Tablets haben Clip Studio Paint EX und Infinite Painter, aber es fehlen vergleichbare Profi-Apps für Musik/Video/3D. Für kreative Profis ist das iPad-Ökosystem eine Generation voraus.
Kann ich an beide Tablets externe Monitore anschließen?
Das iPad Pro M4 (Thunderbolt 4) unterstützt externe Displays bis zu 6K — hervorragend für die Fotonachbearbeitung und Videosichtung in voller Auflösung. Das Galaxy Tab S10+ (USB-C 3.2) ist bei externen Displays auf 4K begrenzt. Für professionelle Foto-/Videoarbeit, die externe farbgenaue Displays erfordert, hat das iPad den Vorteil.
Welches Tablet ist besser für gelegentliches Lesen und Streaming?
Funktional gleichauf. Beide haben helle, hervorragende Displays. Das Galaxy Tab S10+ ist voll ausgestattet 200 $ günstiger (keine Stylus-Kosten), für reinen Medienkonsum ohne kreative Arbeit ist das Galaxy also die clevere Preiswahl. Sparen Sie Geld und kaufen Sie zum Lesen einen guten Kindle.
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